Willkommen auf Kringels Homepage!

Auf dieser Seite stelle ich Bücher, Filme und Games vor, mit denen ich mich in den letzten vier Wochen beschäftigt habe. Außerdem berichte ich ab und zu über besondere Erlebnisse.

 

28.03.2017

Blu-ray: Hardcore

 

Ein Film wie ein Egoshooter – im wahrsten Sinn des Wortes! »Hardcore« wurde komplett mit GoPro-Actionkameras gedreht, so dass man alles aus der Perspektive der Titelfigur sieht. Und was man sieht, ist meistens rot, denn wie in einem Egoshooter wird die Gewalt geradezu absurd übertrieben dargestellt. Die Story ist rudimentär: Henry hat sein Gedächtnis verloren. Man erzählt ihm, er sei bei einem Unfall verstümmelt worden. Sein Körper wurde mit robotischen Prothesen und allerlei Implantaten zusammengeflickt. Henry ist jetzt ein unverwüstlicher Cyborg mit übermenschlichen Kräften. Sein einziges Ziel besteht in der Rettung seiner Frau Estelle aus den Klauen des telekinetisch begabten Verbrechers Akan. Unaufhaltsam kämpft sich Henry durch Reihen feindlicher Schergen und ahnt nicht, dass er damit genau nach Akans Plänen handelt…

27.03.2017

Neal Asher: Der Erbe Dschainas

Bastei Lübbe, 2009

703 Seiten

 

Zur Vorgeschichte siehe »Der Drache von Samarkand«.

 

Die Menschheit hat sich über zahlreiche Planeten ausgebreitet. Die meisten besiedelten Welten sind in der Polis zusammengeschlossen, einer Kultur, die von hoch entwickelten Künstlichen Intelligenzen regiert wird. Obwohl praktisch alle Bürger der Polis in Frieden und Wohlstand leben, sind nicht alle Menschen mit der Bevormundung durch KIs einverstanden. Die Polis verzichtet darauf, sich die von Separatisten bewohnten Planeten gewaltsam einzuverleiben. Sie wird nur aktiv, wenn sie zu Hilfe gerufen wird, wenn mindestens achtzig Prozent der Bevölkerung für eine Aufnahme in die Planetengemeinschaft stimmen, oder wenn Separatisten Terroranschläge verüben. In solchen Fällen kommen die Agenten der Earth Central Security (ECS) zum Einsatz.

 

Ian Cormac, der berühmteste und gefürchtetste ECS-Agent, wird mit dem Schlachtschiff Occam Razor zum Planeten Callorum entsandt, auf dem militante Separatisten eine Basis eingerichtet haben, die es einzunehmen gilt, weil dort ein skrupelloser Wissenschaftler namens Skellor an den gefährlichen Hinterlassenschaften eines verschollenen Volkes forscht, von dem nur der Name »Dschaina« bekannt ist. Cormac stellt Skellor, doch der hetzt eines seiner Forschungsobjekte auf den Agenten. Es handelt sich um ein Mischwesen aus einem Menschen und einem einheimischen Raubtier, dessen Körper durch Dschaina-Technik verstärkt wurde. Die Kreatur bringt Cormac in schwere Bedrängnis und ermöglicht Skellor die Flucht. Der Wissenschaftler nutzt eine von ihm entwickelte Tarnvorrichtung, um sich unbemerkt an Bord der Occam Razor zu begeben. Er verschluckt ein Dschaina-Artefakt, auf das er vor geraumer Zeit zufällig gestoßen ist. Sein Körper wird von den darin enthaltenen Nanomaschinen umgewandelt. Er gewinnt übermenschliche Kräfte und kann sich mit den Bordsystemen vernetzen.

 

Währenddessen rettet die Occam Razor einen jungen Mann namens Apis Coolant aus Raumnot. Er ist der einzige Überlebende des Weltraumhabitats Miranda. Agenten der so genannten Theokratie, die mit eiserner Faust über den Planeten Masada herrscht, haben mit Drache paktiert, jenem extragalaktischen Lebewesen, mit dem es Cormac schon früher zu tun hatte, um Miranda zu vernichten und die Überlebenden zu versklaven. Dabei ist einiges schiefgelaufen. Ein Kampfschiff der Theokratie hat Drache angegriffen und ihn verwundet, wurde aber von ihm zerstört. Apis ist mit einem Rettungsboot entkommen. Drache wünscht nun von der Occam Razor nach Masada gebracht zu werden, um die Theokratie zu bestrafen. Inzwischen ist es Skellor gelungen, die Kontrolle über das Schiff zu übernehmen und fast die gesamte Besatzung zu ermorden. Cormac, Apis und einige weitere Besatzungsmitglieder fliehen in letzter Minute. Sie gelangen nach Masada und geraten mitten in einen Aufstand der gegen die Theokratie aufbegehrenden Untergrundkämpfer hinein…

 

Im zweiten Roman aus dem »Polis«-Universum kann sich Neal Asher auf der Bühne austoben, die er mit »Der Drache von Samarkand« bereitet hat. Man sollte den ersten Roman gelesen haben, denn nicht alles wird noch einmal ausführlich erklärt. Vorkenntnisse werden vorausgesetzt. Beide Geschichten sind in sich abgeschlossen, dennoch ist ein übergreifender Handlungsbogen erkennbar. So ist das Thema »Drache« sicher noch längst nicht abgehakt und die Dschaina-Technik wird sicherlich noch für einigen Ärger sorgen. Neben Ian Cormac wirken einige aus Band 1 bekannte Figuren mit, und zwar in weiteren Handlungsebenen, die ich im obigen Teaser nicht erwähnt habe. So gelangen John Stanton und dessen Frau Jarvellis ebenfalls nach Masada. Die Anführerin der Untergrundkämpfer ist Stantons Schwester und beide haben eine alte Rechnung mit einem hochrangigen Mitglied der Theokratie offen.

 

Der Schauplatz Masada wird aus der Perspektive der Sklavin Eldene vorgestellt. Die junge Frau gehört zur geknechteten Unterschicht, die unter unmenschlichen Bedingungen in der lebensfeindlichen Umwelt Masadas für die in luxuriösen Weltraumhabitaten residierende Theokratie-Oberschicht schuften muss. Der unter dem Einfluss der Dschaina-Nanotech immer weiter mutierende Skellor und das machtgierige Oberhaupt der Theokratie sind Hauptfiguren ihrer eigenen Handlungsebenen. Beim ständigen Wechsel der Perspektive ist Spannung garantiert. Alle Fäden laufen auf Masada zusammen und am Ende wird eine befriedigende Auflösung präsentiert. Die Figurenzeichnung bleibt zumindest teilweise auf der Strecke. Cormac, eigentlich die Hauptperson des Zyklus, ist für mich nicht richtig »greifbar« geworden. Sein im ersten Band beschriebenes Problem (er war zu lange mit den KIs vernetzt und hat dadurch fast seine Menschlichkeit verloren) spielt jetzt keine Rolle mehr. Aber das macht nichts, denn die anderen Protagonisten, allen voran Eldene und Stanton/Jarvellis, sind mir richtig ans Herz gewachsen.

 

Die sich durch die Dschaina-Nanotech ergebenden Möglichkeiten sind faszinierend, noch besser hat mir die Beschreibung Masadas gefallen. Das ebenso perfide wie heucherlische Unterdrückungssystem, die bizarre Tier- und Pflanzenwelt des Planeten und die Bedingungen, unter denen Menschen wie Eldene leben – das alles wird prima ausgearbeitet. Am Beispiel Masadas wird gezeigt, dass die Polis bei der Eingliederung neuer Welten keineswegs so zurückhaltend agiert, wie man es aufgrund ihrer Prinzipien annehmen sollte. Polis-Agenten sind schon seit geraumer Zeit auf Masada unterwegs, um die Rebellen zu unterstützen und auf Stimmenfang zu gehen. Sie wirken also aktiv an der Destabilisierung der Lage mit. Ein Schelm, der Parallelen zur realen Welt erkennt! Die Beschreibung der Kampfhandlungen zwischen Lellans Untergrundkämpfern und der Armee der Theokratie nimmt breiten Raum ein. Asher hält sich hier nicht mit blutigen Details zurück. Das gilt auch für Skellors Machenschaften sowie für die Ernährungsweise der räuberischen Megafauna Masadas. Man könnte den Roman somit durchaus dem Subgenre »Military-SF« zuordnen. Ehrlich gesagt hätte ich auf die eine oder andere detailgenaue Beschreibung dessen, was die moderne Waffentechnik anrichten kann, verzichten können. Dennoch hat mir der Roman fast noch mehr Spaß gemacht als der erste Band.

 

26.03.2017

The Witcher 3 – Wild Hunt (Game of the Year – Edition)

Sony Playstation 4

 

Hätte ich doch mehr Zeit! Dann würde ich ein ganzes Buch mit dem Loblied dieses Spiels füllen. In meinem Archiv habe ich ein paar Zeilen geschrieben, die hoffentlich erkennen lassen, wie viel Spaß ich während der 180 Stunden hatte, die ich in der Welt des Hexers Geralt von Riva hatte. Tatsächlich habe ich mir gewünscht, die Story möge nie zu Ende gehen! Nach meiner bescheidenen Meinung ist The Witcher 3 – Wild Hunt das mit Abstand beste RPG der letzten Jahre und verdient definitiv die Bestnote. Die Game of the Year-Edition dieses Spiels enthält obendrein die großen Add-Ons Hearts of Stone und Blood and Wine sowie zahlreiche kleine Download-Inhalte und alle Patches. Wer da nicht zuschlägt, ist selbst schuld.

23.03.2017

Blu-ray: The Hateful 8

 

Neun Menschen kommen in einem Blockhaus zusammen, in dem sie es wegen eines Schneesturms wohl oder übel einige Tage lang miteinander aushalten müssen. Einer von ihnen ist der Kopfgeldjäger John Ruth. Er ist mit seiner Gefangenen Daisy Domergue unterwegs nach Red Rock, um dort das auf die berüchtigte Gangsterin ausgesetzte Kopfgeld von 10.000 Dollar zu kassieren. Ruth argwöhnt, dass man ihn um das Kopfgeld bringen will und dass zumindest eine der vier Personen, die sich bei seiner Ankunft schon in der Hütte aufgehalten haben, mit Daisy unter einer Decke steckt. Damit liegt er nicht falsch, aber die Wahrheit ist für ihn noch viel schlimmer als gedacht. »The Hateful 8« ist ein typischer Tarantino, der Fans sicher gefallen, alle anderen aber womöglich nicht zu Fans machen wird…

21.03.2017

Justina Robson: Down to the Bone

Gollancz, 2011

344 Seiten

 

Das Universum, in dem sich die Erde befindet, ist nur eine von vielen Realitätssphären, was den Menschen nach der Explosion eines Superzyklotrons im Jahre 2015 klar wird. In Alfheim existiert eine mächtige Zivilisation extrem langlebiger und weiser Elfen. Dämonia ist die Heimat der ebenso hedonistischen wie kriegerischen Dämonen. Betrügerische Entitäten, deren Form nicht festgelegt ist und die eng mit der Mythologie der Menschen verwoben sind, leben in Feenland. Kein Bewohner dieser Sphären kann lange in Zoomenon überleben, dem Reich der Elementargeister. Thanatopia ist das weitgehend unbekannte Land der Toten. Seit der Explosion der Quantenbombe sind die anderen Sphären für die Menschen zugänglich – und umgekehrt. Auf diese Weise hält die Magie in der nun Otopia genannten Menschenwelt Einzug. Die Menschheit reagiert mit der Gründung einer nationalen Sicherheitsbehörde, deren Geheimdienst für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit den anderen Sphären und deren Bewohnern, die Otopia schon bald regelmäßig Besuche abstatten, zuständig ist.

 

Lila Black ist eine Agentin dieser Behörde. Bei einer gescheiterten diplomatischen Mission in Alfheim wurde sie grausam gefoltert und war dem Tode nahe, konnte aber gerettet werden. Ihr verstümmelter Körper wurde mit Robotergliedmaßen, Waffensystemen, einem Fusionsgenerator sowie anderen Implantaten ausgestattet und mit einer Hochleistungs-KI aufgerüstet, die permanent mit den Datennetzwerken Otopias verbunden ist. Als experimentelle kybernetische Superkämpferin hat Lila seitdem verschiedene Aufträge auf der Erde und in den Sphären erledigt. Sie hat sich in den Elfen-Rockmusiker Zal sowie den Dämonen-Assassinen Teazle verliebt und Freundschaft mit dem Feen-Agenten Malachi geschlossen. Sie hat einige Zeit lang den Geist des Nekromanten Ilyatath in ihrem Inneren getragen und wurde durch den Einfluss von Metallelementaren weiter verändert. Lilas organischer Körper und die Prothesen sind zu einer Einheit geworden, außerdem kann sie ihre Gestalt nach Belieben verändern.

 

Bei der Rückkehr von einem Einsatz hat Lila 50 Jahre übersprungen. Otopia hat sich in der Zwischenzeit sehr verändert. Geisterhafte Wesen machen das Land unsicher und die Toten kehren zurück. Der einstige Geheimdienst ist jetzt eine Agentur, die sich mit dem Übernatürlichen beschäftigt und zahlreiche Cyborgs stehen in ihren Diensten. Lila hat sich längst von ihren einstigen Herren losgesagt, muss aber wieder einmal für die Agentur tätig werden. Drei vor langer Zeit von den Elfen zur Abwehr einer noch größeren Gefahr erschaffene Titanen sind aus ihrem Kerker entkommen und schicken sich an, alle Sphären zu vernichten. Der Kontakt mit Alfheim ist bereits abgebrochen und was immer dort geschehen ist, scheint sich auf Dämonia auszuweiten. Lila, Zal und Teazle müssen sich den Titanen stellen. Lila erfährt endlich, welcher Daseinszweck ihr ursprünglich zugedacht war – und allmählich kommt sie zu der Erkenntnis, dass sie diesmal nicht gewinnen kann…

 

Dies ist der fünfte und letzte Band der Reihe »Quantum Gravity«. In deutscher Übersetzung sind nur die ersten drei Bände erschienen. Die beiden letzten habe ich mir im englischen Original zugelegt. Während der erste Roman noch in sich abgeschlossen ist, kann man die übrigen nicht isoliert lesen. Ich habe mir alle reingepfiffen (hauptsächlich, weil ich Serien ungern unvollendet lasse, weniger wegen der Qualität der Romane) und musste feststellen, dass selbst das nicht zum Verständnis der verwickelten Geschichte ausreicht. Man müsste alle fünf Romane sofort nacheinander lesen, um eine Chance zu haben, alles zu begreifen. Ich habe schon bei Band 4 den Faden verloren! In Band 5 wird es nicht besser. Zu meiner Beruhigung konnte ich erneut feststellen, dass es nicht an meinen Englischkenntnissen liegt. In fast jeder englischsprachigen Review, die ich kenne, finde ich meine Kritikpunkte wieder. Die Reviewer bemängeln, dass sich die Autorin in unzählige Subplots verstrickt, die entweder keinen erkennbaren Bezug zur Handlung des Romans (oder der Serie an sich) haben und zum Erzählen der Geschichte schlicht nicht gebraucht werden oder auf Abwege führen, die vielleicht als der Figurenzeichnung oder dem Weltenbau dienlich bezeichnet werden können, den Leser aber im Grunde nur verwirren.

 

Der Aufbau lässt zu wünschen übrig. Auf den mehr als 300 eng beschriebenen Seiten geschieht zunächst einmal sehr wenig. Lilas Mentor Sarasilien ist zurück, außerdem finden Lila und Zal in ihrem neuen Liebesnest ein merkwürdiges Mädchen vor, das sich im Showdown als einer der großen Spieler erweist, an deren Fäden Lila und die anderen Hauptfiguren tanzen. Es wird viel über Gefühle geredet (etwas Sex kommt wie üblich hinzu), es wird ein wenig gekämpft (u.a. Lila vs. Lynchmobs, die Jagd auf lebende Tote machen), es wird endlos philosophiert… und die Handlung kommt nicht von der Stelle. Nach einer immerhin ganz netten Wendung (es stellt sich heraus, dass die Schöpfer der Titanen quasi ihr eigenes Spiegelbild gesehen und geglaubt haben, es handele sich um das ultimativ Böse, das dann von den Titanen bekämpft werden sollte) folgt sehr schnell der Showdown, in dem die Hauptfiguren praktisch überhaupt nicht gebraucht werden. Als Finale einer fünfteiligen Reihe ist das wenig befriedigend.

 

Natürlich gibt es immer wieder starke Momente, aber meine Geduld war schon mit Band 4 erschöpft und sehr viel Neues hat die Autorin der Serie mit Band 5 nicht hinzuzufügen. Der letzte Band ist nicht gerade ein Ärgernis, aber ich bin doch froh, es jetzt hinter mir zu haben!

 

20.03.2017

Blu-ray: Batman v Superman – Dawn of Justice (Ultimate Edition)

 

Batman will Superman verprügeln? Klingt nach einer ganz schlechten Idee, ist es aber nicht, wenn man genug grünes Kryptonit zum Verbasteln besitzt. Und so schmiedet Bruce Wayne, der in Superman nicht den von vielen Menschen verehrten Erlöser sieht, sondern eine potentielle Gefahr für die ganze Welt, ein schützendes Exoskelett für sich selbst sowie Kryptonitgas-Granaten und einen Speer mit einer Spitze aus reinem Kryptonit für den Kampf gegen den blaubestrumpfen Capeschwinger. Warum Batman so sauer auf Superman ist, woher er das Kryptonit hat, wie das Duell ausgeht, wie Lex Luthor, Wonder Woman sowie Doomsday in das Ganze hineinpassen und ob »Batman v Superman« überhaupt sehenswert ist, könnt ihr in meiner ausführlichen Handlungszusammenfassung mit Kommentar nachlesen.

19.03.2017

Neulich im Café

 

Kaffee ist ein Lebenselixier. Früh morgens mit der Arbeit anfangen ohne einen Pott mit heißem koffeinhaltigem Gebräu in der Hand? Völlig unmöglich. Ich komme ja erst nach der zweiten oder dritten Tasse allmählich zu mir. Aber auch sonst konsumiere ich ziemlich viel davon. Nach dem samstäglichen Stadtbummel relaxe ich gern bei einem guten Käffchen. Und was sehe ich da gestern in Herford? Das Zeug ist sogar mit Geschmack erhältlich! Wonach Latte Macchiato und Cappuccino wohl schmecken mögen? Nur schade, dass es in dem Laden anscheinend keinen Kaffee mit Geschmack gibt. Das hätte ich gern mal ausprobiert.

16.03.2017

DVD: Die Otto Show

 

Otto Waalkes ist einer der ganz großen Helden meiner Jugend. Die Otto-Shows waren in den Siebzigern und Achtzigern für uns Kinder absolute Highlights. Egal wie oft die Sendungen wiederholt wurden - wir haben immer wieder gebannt vor dem Fernseher gesessen und jeden noch so platten Kalauer, jedes Lied und jede Bewegung des ostfriesischen Komikers studiert, um das alles am nächsten Tag in der Schule wiederholen zu können. Ich kann noch immer einige Sketche auswendig vortragen… Diese 4-DVD-Box enthält alle 9 originalen Otto-Shows aus den Jahren 1973 bis 1983. Ich finde die Shows immer noch klasse und habe mich über ein Wiedersehen mit altbekannten Figuren wie Harry Hirsch, Frau Suhrbier, Susi Sorglos und Karl Soest gefreut!

13.03.2017

Pablo Hidalgo: Star Wars Rogue One – Die illustrierte Enzyklopädie

Dorling Kindersley, 2016

200 Seiten, gebunden

 

So genannte »Illustrierte Enzyklopädien« sind zu jedem Star Wars – Kinofilm erschienen. Die großformatigen Bände enthalten Abbildungen aller wichtigen Personen, Planeten, Orte, Droiden, Raumschiffe, Fahrzeuge, Kreaturen, Waffen und sonstigen Gegenständen mit Erläuterungen, Diagrammen und dergleichen. Verwendet werden nicht nur Screenshots aus den Filmen. Viele Standfotos der Schauspieler und möglicherweise eigens für die Bücher angefertigte Aufnahmen von Requisiten sind ebenfalls enthalten. So kann man in aller Ruhe Details studieren, die man beim Anschauen der Filme gar nicht wahrnimmt. Bei den Texten habe ich mich immer gefragt, inwieweit sie »kanonisch« sind, das heißt, ob es sich um Hintergrundinformationen zum Beispiel aus den Drehbüchern handelt, oder ob man sie als Hinzudichtungen des Verfassers der Enzyklopädie bezeichnen muss. Ich war bisher stets der Meinung, dass die Bezeichnung »Enzyklopädie« zu hoch gegriffen ist, denn im Grunde handelt es sich nur um Bilderbücher mit knappen Anmerkungen.

 

Das ist bei der illustrierten Enzyklopädie zu »Rogue One« nicht anders. Allerdings sind die Texte ausführlicher, zudem werden mehr großformatige, teils doppelseitige Bilder geboten. Obendrein wurden hier erstmals Risszeichnungen abgedruckt! Solche Zeichnungen (sie wurden von Kemp Remillard gefertigt) wurden bei den früheren Filmen immer in eigenen Bänden veröffentlicht. Zu guter Letzt sind auch noch Konzeptzeichnungen und Aufnahmen von den Dreharbeiten enthalten. Die Enzyklopädie hat somit den mehrfachen Umfang der älteren Bände! Die haben mir ja auch schon gefallen, aber diesmal bin ich geradezu begeistert. Ganz vollständig ist die Enzyklopädie jedoch nicht. Einzelne Figuren (Tarkin und Leia) fehlen komplett und Leias Fluchtschiff kommt nicht vor. Das finde ich schade, zumal die verschiedensten viel unwichtigeren Nebenfiguren mit Bild und Text vorgestellt werden. Möglicherweise waren Tarkin und Leia, bei denen es sich ja um reine CGI-Modelle handelt, bei Drucklegung des Buches noch nicht fertig – die Enzyklopädie ist vor dem Kinostart von »Rogue One« erschienen.

 

Wer wie ich anfangs Schwierigkeiten hatte, sich die Namen der vielen neuen Personen und Planeten von »Rogue One« zu merken, ist mit der Enzyklopädie bestens bedient. Sogar eine Galaxienkarte und eine Zeitleiste sind vorhanden, so dass man schön erkennen kann, wo sich die Schauplätze der sieben Star Wars – Filme befinden und welche geschichtlichen Ereignisse zum Bau des Todessterns geführt haben. Auch als Erinnerungsstück, in dem man gern immer wieder mal blättert und das sich im Regal gut macht, kann ich das Buch nur empfehlen.

 

09.03.2017

Blu-ray: 10 Cloverfield Lane

 

Der Titel dieses Films lässt vermuten, dass es sich um eine Fortsetzung von »Cloverfield« handelt. Dem ist zwar nicht so, aber in einer der zum Bonusmaterial der Blu-ray gehörenden Featurettes sagt J.J. Abrams sinngemäß, dass die beiden Filme miteinander verwandt sind. Das stimmt einerseits, denn außerhalb des Bunkers, in dem die Heldin von »10 Cloverfield Lane« festgehalten wird, gibt es tatsächlich… nein, ich spoilere jetzt nicht! Andererseits könnten die Filme unterschiedlicher kaum sein. Bei »Cloverfield« herrschen permanente Hektik, Desorientierung und Chaos, genial vermittelt durch die nie ruhende Wackelkamera. Eine ganze Stadt wird in Trümmer gelegt. »10 Cloverfield Lane« dagegen ist bis kurz vor Schluss ein ruhiges, allerdings nicht minder spannendes Kammerspiel, das sich ganz auf drei Personen konzentriert. Erst in der letzten Phase wandelt sich der Ton grundlegend. Was dann geschieht, passt irgendwie nicht so ganz zum restlichen Film, sehenswert ist es aber definitiv.

06.03.2017

Jürgen Kehrer: Wilsberg und die Malerin

Grafit-Verlag, 2003

192 Seiten

 

Im Auftrag des Bankdirektors Jean Gessner führt Georg Wilsberg eine Geldübergabe durch. Ein Diebespärchen hat ein Gemälde aus Gessners Villa am Zürichsee entwendet und für 10.000 Euro zum Rückkauf angeboten. Wilsberg erhält dieselbe Summe, als er das Bild unbeschädigt in die Schweiz zurückbringt. Es ist leicht verdientes Geld für den chronisch abgebrannten Privatdetektiv aus Münster, deshalb behält er die Frage für sich, warum Gessner 20.000 Euro für ein Bild ausgibt, das nicht annähernd so viel wert ist. Die Antwort erhält er von Gessners Tochter Nora. Sie erklärt, dass es sich bei den Dieben um ihre jüngere Schwester Lena und deren Freund handelt. Lena war schon immer rebellisch und hat sich von der Familie losgesagt. Malen ist ihr Lebensinhalt. Nora befürchtet, Lena sei durch ihren Freund in Drogengeschäfte verwickelt oder gar süchtig gemacht worden. Wilsberg soll Lena aufspüren, damit Nora mit ihr reden kann. Der erste Teil des Auftrags ist schnell erledigt (Lena lebt in einer Künstlerkommune in Münster), doch Lena will nach wie vor nichts mit ihrer Familie zu tun haben, auch nicht mit ihrer Schwester. Wilsberg hinterlässt eine Visitenkarte.

 

Wenige Tage später steht Lena aufgelöst vor Wilsbergs Tür. Ihr Freund Simon ist tot. Lena glaubt, dass man ihn gezwungen hat, eine Drogen-Überdosis zu nehmen, und sie fühlt sich verfolgt. Wilsberg nimmt die junge Frau bei sich auf und zapft Hauptkommissar Stürzenbecher an, seinen Freund bei der Kriminalpolizei. Stürzenbecher bestätigt, dass Simon an einer Überdosis gestorben ist, aber angeblich gibt es keine Anzeichen für Fremdverschulden. Als Wilsberg nach Hause zurückkommt, ist Lena verschwunden. Sie hat ein eigenartiges Kunstwerk an der Wand hinterlassen. Wie sich herausstellt, wurde Lena entführt. Sie taucht nach einiger Zeit völlig verwirrt wieder auf. Die mutmaßlichen Täter schnüffeln bei Wilsberg herum, wobei sie Spuren hinterlassen. So wird Wilsberg auf die »Demokratische Alternative Deutschland« (DAD) aufmerksam, eine rechtspopulistische Datei unter dem Vorsitz des gewissenlosen Machtmenschen Gottfried Gruber. Nora, die inzwischen nach Deutschland gereist ist, erkennt Gruber auf einem Wahlkampfplakat. Der Mann war einmal zu Besuch bei ihrem Vater. Von einem Journalisten erfährt Wilsberg, dass eine Kollegin, die gegen Gruber recherchiert hat, bei einem Unfall gestorben ist.

 

Existiert eine Verbindung zwischen Gessners Bankhaus und der DAD? Was haben Simons Tod und der Unfall der Journalistin gemeinsam? Was haben die Entführer bei Lena gesucht – und befindet sich dieser Gegenstand womöglich noch in Wilsbergs Wohnung? Je tiefer Wilsberg gräbt, desto schmutziger werden die zu Tage geförderten Geheimnisse…

 

Diesmal ist Wilsberg mehr auf Achse als in allen bisherigen Romanen zusammengenommen! Es geht in die Schweiz, zurück nach Deutschland, dann nach Liechtenstein und wieder in die Schweiz. Zudem ist Wilsbergs fünfzehnter Fall ziemlich verzwickt. Es tun sich immer neue Perspektiven auf, die sich nur langsam zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenfügen. Der simple Diebstahl eines Gemäldes ist nur der Auslöser für einen Trip quer durch den braunen Sumpf, in dem nicht nur Gessners Bankhaus mit drinsteckt. Ausländische Mächte und die Geheimdienste sind ebenfalls involviert. Im Gegensatz zum letzten Roman (»Wilsberg und der tote Professor«) bleibt die Handlung stets in sich schlüssig, das heißt, die Auflösung wird nicht herbeigezaubert, sondern durch solide Ermittlungen herausgearbeitet.

 

Dass Wilsberg bei derartigen Verflechtungen am Ende nicht unbedingt wie der große Gewinner dasteht, dürfte klar sein, auch wenn sich die Arbeit zumindest finanziell definitiv für ihn auszahlt. Ganz am Schluss wird noch eine nette kleine Wendung eingebaut, die dazu führt, dass eine bestimmte Figur plötzlich gar nicht mehr so sympathisch ist, wie Wilsberg zunächst dachte. Und das alles auf gerade mal 190 Seiten! Somit bleibt nur wenig Zeit für Wilsbergs Privatleben oder Lokalkolorit. Das schadet dem Roman nicht, zumal die Figurenzeichnung der Hauptakteure trotz aller Kürze gut gelungen ist. Wieder mal ein richtig guter Wilsberg und obendrein ein prophetischer. Zugegeben, auch im Erscheinungsjahr 2003 hat’s vergleichbare Entwicklungen gegeben (Schill-Partei in Deutschland, Jörg Haider in Österreich), aber die Parallelen zwischen der Demokratischen Alternative Deutschland und der realweltlichen AfD sind doch ein bisschen gruselig.

 

02.03.2017

Gran Turismo 6 - Nachtrag

Sony Playstation 3

 

In meinem Archiv habe ich schon vor sechs Wochen ein paar Anmerkungen zum Rennspiel Gran Turismo 6 veröffentlicht. Den Text habe ich jetzt ein wenig ergänzt. Ich habe die in den höheren Rennstufen hinzugekommenen neuen Features kurz beschrieben und etwas zur Langzeitmotivation gesagt. Drei weitere Screenshots sind jetzt ebenfalls vorhanden. Ich hätte abschließend gern festgestellt, dass GT6 genau das Spiel ist, das GT5 eigentlich hätte sein sollen. Das ist jedoch leider nicht richtig. Tatsächlich ist GT6 eine in Details verbesserte, aber abgespeckte Variante von GT5. Das Spiel macht durchaus eine Zeitlang Spaß. Das lässt dann aber doch nach…

Ältere Inhalte (Archiv)

  Kringels Archiv

In meinem Archiv findet ihr ältere Inhalte von dieser Page:

- Bücher

- Filme

- Games

- Kommentare

 

Zusätzliche Inhalte im Archiv:

- Perry Rhodan

- Atlan

- Bilder

- Storys

Aktueller Perry Rhodan-Heftroman im Archiv: Nr. 2901 - Das goldene Reich (Autor: Michael Marcus Thurner)

(c) VPM KG Rastatt
DruckversionDruckversion | Sitemap
© Johannes Kreis 2002 - 2017