Kringel zockt zurzeit: Cities Skylines (PS4)
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Willkommen auf Kringels Homepage!

Auf dieser Seite stelle ich Bücher und Filme vor, mit denen ich mich in den letzten vier Wochen beschäftigt habe.

 

22.06.2018

Blu-ray: Wonder Woman

 

Die anbetungswürdige Gal Gadot, meiner bescheidenen Meinung nach die perfekte Besetzung für die erste Superheldin, macht diesen von der Story her nicht so wahnsinnig aufregenden Film zum Besten, was das DC-Universum bisher hervorgebracht hat. Wonder Woman - oder besser: Diana - ist die Tochter der Amazonenkönigin Hippolyta. Jahrtausendelang haben die Amazonen auf der paradiesischen Insel Themyscira ein ruhiges Leben fernab der Wirren der Menschenwelt geführt. Nach dem Ende der olympischen Götter hat Zeus diese Insel mit dem letzten Rest seiner Kraft eigens für sie erschaffen. Die Ruhe ist trügerisch, denn der Kriegsgott Ares lebt noch immer und es ist die Aufgabe der Amazonen, ihm Einhalt zu gebieten. Ares vergiftet die Herzen der Menschen mit Eifersucht und Neid, um sie zu schrecklichen Kriegen anzustacheln. Der Krieg findet eines Tages auch den Weg nach Themyscira...

20.06.2018

Robert Charles Wilson: Vortex

Heyne, 2016

289 Seiten

 

Zur Vorgeschichte siehe »Spin« und »Axis«.

 

In den Wirren der Spin-Jahre ist die Kriminalitätsrate so stark angestiegen, dass die Gefängnisse entlastet werden mussten. In Texas wurde deshalb die State Care als Auffangbecken für minder schwere Fälle gegründet. Seit sich die Verhältnisse wieder beruhigt haben, ist die State Care zu einer Fürsorgeeinrichtung für Menschen geworden, die nicht vom sozialen Netz aufgefangen werden. Sachverständige wie Dr. Sandra Cole haben über die Aufnahme neuer Kandidaten zu entscheiden. Eines Tages wird Sandra ein junger Herumtreiber namens Orrin Mather vorgestellt. Er wurde von Jefferson Bose eingeliefert, einem Officer der Houston Police. Orrin ist scheint verwirrt zu sein, ist aber nicht aggressiv und hat kein Verbrechen begangen. Es spricht also nichts dagegen, ihn in die Obhut seiner Schwester zu übergeben, die bereits von Bose benachrichtigt wurde. Doch dann wird Sandra von ihrem Vorgesetzten von dem Fall abgezogen. Orrin hat angeblich einen Pfleger angegriffen und soll für unzurechnungsfähig erklärt werden. Von Bose, der sich sehr für Orrin interessiert, erfährt Sandra, welchen Hintergrund die Geschichte hat. Orrin war Nachtwächter in einem Lagerhaus, das Boses Erkenntnissen zufolge als Umschlagplatz für verschiedene Chemikalien genutzt wird. Die Chemikalien werden zur Herstellung einer illegalen Variante der marsianischen Lebensverlängerungstherapie benötigt. Wahrscheinlich hat Orrin zu viel gesehen und soll mundtot gemacht werden. Sandra und Bose (die sich ineinander verlieben) machen gemeinsame Sache, um Orrin die Flucht zu ermöglichen und die Schmuggler zu überführen. Dabei begeben sie sich selbst in größte Gefahr.

 

Orrin hat einige Hefte mit Text gefüllt, der so gar nicht zu dem etwas zurückgebliebenen jungen Mann passen will. Außerdem werden Namen und Fakten erwähnt, die Orrin nicht bekannt sein dürften. Es handelt sich um die in Ich-Form verfassten Berichte eines Mannes namens Turk Findley und einer Frau namens Allison Pearl. Am Ende übernimmt ein gewisser Isaac Dvali die Berichterstattung. Die drei Personen erzählen eine phantastische Geschichte aus einer weit entfernten Zukunft: Auf der durch massive globale Erwärmung unbewohnbar gewordenen Erde existiert kein Leben mehr. Die Menschheit hat sich über die anderen Planeten des Weltenrings ausgebreitet. Neue Formen des Zusammenlebens wurden entwickelt. Die Bewohner der künstlichen Insel Vox sind durch limbische Implantate miteinander sowie mit den Prozessoren ihres gigantischen Habitats vernetzt und haben eine Art gemeinsames Über-Ich entwickelt, welches sie als Coryphaeus bezeichnen. Sie sind besessen von der Idee, sich mit ihren Göttern - den »Hypothetischen« - zu vereinigen. Zu diesem Zweck wollen sie von Äquatoria zur Erde reisen. Doch der Torbogen, der Erde und Äquatoria miteinander verbindet, hat seine Funktion schon vor Jahrhunderten eingestellt. Eine Durchquerung, so wird angenommen, ist nur möglich, wenn sich jemand auf Vox aufhält, den etwas mit den »Hypothetischen« verbindet. Es ist bekannt, dass Personen, die von den »Hypothetischen« absorbiert wurden, alle 9875 Jahre neu erschaffen werden. Und so warten die Bewohner von Vox mit geradezu religiöser Inbrunst auf die Wiederkehr der ersten Menschen, die ins Gedächtnis der »Hypothetischen« aufgenommen worden sind – darunter Turk Findley und Isaac Dvali…

 

Nachdem ich nun alle Romane der »Spin«-Trilogie gelesen habe, kann ich nur feststellen, dass eine Trilogie nicht nötig gewesen wäre. Wilson hätte es beim titelgebenden Band belassen sollen! Nach dem sehr enttäuschenden mittleren Band gefällt mir der letzte wieder besser, aber auch »Vortex« kann sich nicht mit dem ersten Roman messen. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Wilson nicht versucht hätte, die in »Spin« offen gebliebenen Fragen zu beantworten, sofern denn überhaupt Fragen offengeblieben sind. Auf den allerletzten Seiten von »Vortex« erlebt Isaac Dvali eine Apotheose (erinnert sehr an den Film »2001 – Odyssee im Weltraum«) und erschafft praktisch das gesamte Universum neu, indem er eine alternative (bessere?) Zeitlinie eröffnet. Hier wird deutlich gesagt, was man sich bei der Lektüre von »Spin« schon zusammenreimen konnte. Die »Hypothetischen« sind keineswegs mächtige Außerirdische oder Götter. Man könnte sie eher als automatisch ablaufenden Prozess verstehen. Im Grunde handelt es sich um Maschinen, die einfach nur einer Programmierung folgen, dabei aber unfassbare Macht erlangt haben. Was sie mit den Menschen tun, ist nicht Ausdruck einer wohlwollenden göttlichen Absicht. Die Menschen sind lediglich für eine gewisse Zeit Nutznießer der Programmierung. Dieses letzte Kapitel wird weder für den vorliegenden Roman noch für das Verständnis von »Spin« wirklich gebraucht. Es gefällt mir sowieso nicht, wenn wichtige Informationen in derart gedrängter Form in einen Roman hineingequetscht werden.

 

Handlungsgegenwart, Vergangenheit und weit entfernte Zukunft beeinflussen sich gegenseitig. Turk Findley, den wir aus »Axis« kennen, wird 10.000 Jahre nach seinem Tod neu erschaffen. Er schreibt seine Erlebnisse auf. Die Aufzeichnungen werden von Isaac Dvali ins Bewusstsein des nur wenige Jahre nach der Auflösung der Spinmembran lebenden Orrin Mather transferiert. Dadurch verändert sich Orrins Schicksal grundlegend – und somit auch der Lebensweg Turk Findleys zu einem Zeitpunkt vor den Geschehnissen von »Axis«! Der Zirkelschluss ist ein netter Kunstgriff, außerdem werden dadurch zwei Handlungsebenen eröffnet, die auf ihre Weise durchaus interessant und manchmal sogar spannend sind. Vor allem funktioniert die menschliche Ebene viel besser als in »Axis«, die Figuren und ihre Beziehungen zueinander sind interessanter.

 

Im Kommentar zu »Axis« habe ich moniert, dass Wilson seinem Universum kaum etwas Neues hinzuzufügen hat. Zumindest was den Zukunfts-Handlungsstrang angeht, gilt dieser Kritikpunkt diesmal nicht. So finde ich die vernetzte Gesellschaft von Vox faszinierend. Das Verhalten aller Bewohner der Insel wird durch ein kollektives Gewissen normiert. Was auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aussieht, erweist sich schon bald als Tyrannei der anderen Art. Damit sich Turk, ein Relikt aus einer völlig anderen Zeit, in dieser Welt zurechtfindet, wird ihm eine Frau namens Treya als »Dolmetscherin« zur Seite gestellt. Ihr Kopf wird mit Tagebuchaufzeichnungen einer Zeitgenossin Turks (Allison Pearl) vollgestopft. Als Treyas Implantat zerstört wird, so dass sie nicht mehr der Kontrolle durch Coryphaeus unterliegt, erwacht Allison sozusagen zum Leben und verdrängt die Treya-Persönlichkeit…

 

»Vortex« ist sicher kein schlechter Roman. Ich kann nur nicht umhin, ihn mit dem genialen ersten Band zu vergleichen – und das Ergebnis fällt nicht günstig aus für den Abschluss der Trilogie. Wer »Spin« nicht kennt, hat wirklich etwas verpasst. Für »Axis« und »Vortex« gilt das leider nicht.

 

18.06.2018

Dexter: Die siebte Season (DVD)

 

In meinem Archiv findet ihr einen ausführlichen kommentierten Episodenführer zur siebten Staffel der Fernsehserie »Dexter« mit ein paar Screenshots. Wie immer gilt: Spoileralarm! Lesen auf eigene Gefahr!

13.06.2018

Kingsman: The Secret Service (Blu-ray)

 

Im Making of, welches sich auf der Blu-ray befindet, wird dieser Film als »postmoderne Liebeserklärung an alte Agentenfilme« bezeichnet. Das kann ich unterschreiben, denn die mit allerlei Hightech-Gadgets ausgestatteten Gentleman-Agenten der privaten Geheimorganisation Kingsman sind übersteigerte Versionen James Bonds, die es mit einem Schurken zu tun bekommen, der mindestens ebenso finstere Pläne verfolgt wie Hugo Drax in »Moonraker«. Der Internet-Multimilliardär Richmond Valentine ist der Meinung, die Menschheit sei ein Virus, das die Welt zu zerstören droht, und die globale Erwärmung sei das Fieber, durch das dieses Virus ausgemerzt werden soll. Egal wer sich durchsetzt, das Ergebnis kann nur katastrophal sein. Die Lösung: Man muss die Menschheit drastisch dezimieren, damit Valentine, seine Getreuen und zahlende Kunden die Welt anschließend neu aufbauen können…

12.06.2018

Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr

Lübbe, 2013

668 Seiten, gebunden

 

Zur Vorgeschichte siehe »Die Mission«.

 

Jamie Carpenter hat Alexandru Rusmanov vernichtet, einen der ältesten und mächtigsten Vampire der Welt. Außerdem ist es Jamie gelungen, einen Verräter in den Reihen von Department 19 zu überführen und somit seinen toten Vater zu rehabilitieren. Der Preis für diesen beispiellosen Erfolg ist hoch. Frankenstein ist beim Kampf gegen einen von Alexandrus Werwölfen über eine hohe Klippe ins Meer gestürzt und wird für tot gehalten. Jamies Mutter wurde in eine Vampirin verwandelt und darf die Operationszentrale von Department 19 nicht mehr verlassen. Jamie gibt sich die Schuld für den Tod seines besten Freundes, doch Frankenstein lebt. Er wurde von deutschen Fischern aus der Nordsee gezogen, hat aber sein Gedächtnis verloren und weiß nicht, wer er ist. Es zieht ihn nach Paris, denn der Name dieser Stadt bringt etwas in seinen Erinnerungen zum Klingen. Er läuft Jean-Luc Latour in die Arme, einem Vampir, mit dem er vor seiner Begegnung mit Jamies Großvater befreundet war. Latour bringt Frankenstein zu Lord Dante, dem selbsternannten Vampirkönig von Paris. Dante hat eine alte Rechnung mit Frankenstein offen, wovon dieser nichts ahnt.

 

Jamie hat eine neue Mitstreiterin für Schwarzlicht gewonnen, die zu einer guten Freundin für ihn und seine Geliebte Larissa Kinley (die Vampirin wurde ebenfalls als Schwarzlicht-Agentin rekrutiert) geworden ist: Kate Randall, eine der Überlebenden eines Vampirangriffs auf die Insel Lindisfarne. Jamie, Larissa und Kate bilden ein eingespieltes Team. Immer öfter sehen sie an ihren Einsatzorten den Schriftzug »Er kehrt zurück«. Damit ist Graf Dracula gemeint, dessen Asche Alexandru Rusmanovs älterem Bruder Valeri in die Hände gefallen ist. Dracula hat Alexandru, Valeri und ihren jüngeren Bruder Valentin, seine drei treuesten Gefolgsmänner, vor über fünfhundert Jahren zu Vampiren gemacht, kurz nachdem er selbst durch eine übernatürliche Macht in den ersten je dagewesenen Vampir verwandelt worden ist. Valeri lässt sich menschliche Opfer in großer Zahl zuführen, um seinen Meister mit ihrem Blut ins Leben zurückzuholen. Sollte es den Agenten von Department 19 nicht gelingen, Dracula zu vernichten, bevor er seine volle Stärke zurückerlangt, dann wird nichts ihn stoppen können.

 

Matt Browning, ein Teenager, der nach einem Vampirangriff in der Schwarzlicht-Zentrale behandelt worden ist und nach Hause entlassen wurde, wird zum Vierten in Jamies Bund, als es ihm gelingt, zu Schwarzlicht zurückzukehren. Man weiht ihn in die Hintergründe eines Projekts ein, das unter dem Codenamen »Lazarus« läuft und so geheim ist, dass selbst hochrangige Agenten wie Jamie nicht über alle Details informiert sind. Die Umstände von Matts Rückkehr zur Zentrale von Department 19 lassen darauf schließen, dass bei Schwarzlicht mindestens ein weiterer Maulwurf tätig ist, der Valeri Rusmanov mit Informationen versorgt. Allerdings gibt es Verrat auf beiden Seiten: Valentin Rusmanov ist mit den Plänen seines Bruders nicht einverstanden. Er läuft zu Schwarzlicht über.

 

»Die Rückkehr« ist der zweite Teil einer fünfbändigen Reihe rund um Department 19. Hätte ich mich mal nicht auf die positiven Internetreviews verlassen! Mir gefallen die ersten beiden Bände nicht wirklich. Den ersten Band fand ich lediglich aufgrund der ungewöhnlichen Idee OK, dass es reale Vorbilder für die Figuren aus den Romanen Bram Stokers und Mary Shelleys gibt, dass Department 19 von Graf Draculas Gegnern gegründet wurde und dass deren Nachkommen immer noch Krieg gegen Vampire führen, sofern diese über die Stränge schlagen – was viele tunlichst vermeiden, um ein ganz normales Leben führen zu können. Dieses Szenario wurde in »Die Mission« ausreichend etabliert, es wird in »Die Wiederkehr« nicht weiter ausgearbeitet. Somit fällt der größte Pluspunkt schon mal weg.

 

Wie schon in Band 1 wird viel gekämpft. Eher sogar noch mehr. Die Gewaltdarstellung hat es derart in sich, dass ich die Vermarktung dieser Romane als Jugendbücher nicht verstehen kann. Jede einzelne Kampfsituation wird, um es positiv auszudrücken, mit viel Liebe zum Detail beschrieben. Vampire werden mit UV-Licht gegrillt oder sie zerplatzen blutig, sobald ihr Herz zerstört wird. Es werden Kehlen aufgerissen, Gliedmaßen abgetrennt, Köpfe zermatscht, es wird in Eingeweiden herumgewühlt und so weiter und so fort. Damit die Beschreibungen in der x-ten Wiederholung nicht langweilig werden, wird der Gewaltgrad einfach immer weiter gesteigert. So kommt es mir jedenfalls vor und ich fand’s ermüdend. Überhaupt frage ich mich, warum der Roman mehr als 600 Seiten umfassen muss. Abgesehen von den redundanten Kampfszenen wird viel auf den Beziehungsproblemen der offenbar heftig pubertierenden Teenager herumgeritten. Gefühle werden verletzt, denn mal fühlt sich jemand zurückgesetzt und ist eingeschnappt, mal wird jemand eifersüchtig, Tränen fließen… sorry, für sowas bin ich definitiv zu alt. Zumindest wenn es so aufgesetzt rüberkommt wie hier.

 

Das schlimmste Ärgernis ist erneut Jamie, die Hauptfigur der Serie. Man muss natürlich berücksichtigen, dass der Typ nicht mal volljährig ist, dann werden seine hormongesteuerten Eskapaden verständlich. Unverständlich bleibt, dass er in die größten Geheimnisse von Department 19 eingeweiht wird (man beachte: Er ist gerade mal seit drei Monaten dabei) und ein Team in die gefährlichsten Einsätze führen darf. Wodurch qualifiziert er sich für all das? Durch die Tatsache, dass er Alexandru mit mehr Glück als Verstand vernichten konnte? Ansonsten hat er nur schlechte Eigenschaften. Er schrammt ständig am Rand der Befehlsverweigerung entlang, sein Urteilsvermögen wird durch Gefühle beeinträchtigt, er lässt sich zu Überreaktionen hinreißen und bringt das Team in Gefahr. Was für eine Nervensäge. Dabei hat der Roman durchaus einzelne positive Aspekte zu bieten, etwa die Rückblicke in Draculas und Frankensteins Vergangenheit, Valentins freundlich-überlegene Konversation mit den Leuten von Schwarzlicht und Kapitel, in denen eine tot geglaubte Person (damit meine ich nicht Frankenstein!) eine Reise der besonderen Art unternimmt. Die besten Kapitel sind also jene, in denen Jamie nicht vorkommt…

 

10.06.2018

Eine Leckerei aus unserer Kantine

 

Unsere Kantine hat einen neuen Pächter, der uns wie die früheren (siehe hier und hier) zwar nicht unbedingt mit ungewöhnlichen Gerichten, aber doch zumindest mit verblüffenden Formulierungen verwöhnt. Zum Beispiel gab es schon so oft Tortellonie, Maccaronie und Rigatonie, dass ich mich frage, ob der Verfasser des Speiseplans es wohl nie lernen wird. Nett war auch der Coq au Vine. Schlingpflanzen waren allerdings nicht dabei. Der Brockoliauflauf schmeckte besser als es klingt. Der allseits beliebte Schmorrbraten steht auch bei dem neuen Pächter noch so oft auf dem Plan wie die als Beilage verwendeten Schmorrzwiebeln. Bei den Desserts gibt es oft echte Highlights. Neulich konnte man Dampfnudeln mit Kirchen genießen! Man musste nur aufpassen, dass einem der Wetterhahn nicht im Rachen steckenblieb. Vergangene Woche wurde uns diese kleine Leckerei präsentiert:

Da war ich vom ersten Schock gleich so gebannt, dass mir der zweite zunächst gar nicht aufgefallen ist…

05.06.2018

Logan – The Wolverine (Blu-ray)

 

Hier ein kurzer Teaser zum ungewöhnlichsten und düstersten Superheldenfilm, den ich je gesehen habe: James Logan wird vom Adamantium in seinem Körper langsam vergiftet. Seine Selbstheilungskräfte lassen nach und er altert zusehends. Obendrein muss er sich um Prof. Charles Xavier kümmern, der an Demenz leidet und vor längerer Zeit einen Anfall hatte, bei dem viele Menschen gestorben sind, darunter einige X-Men. Die Ära der Mutanten scheint ohnehin zu Ende zu gehen. Seit 25 Jahren wurde kein Mutant mehr geboren. Gebrochen und desillusioniert wartet Logan nur noch auf den Tod – seinen eigenen und den seines Schützlings. Doch eines Tages tritt ein elfjähriges Mädchen namens Laura in Logans Leben und alles ändert sich. Xavier hat ihre Ankunft bereits gespürt, denn sie ist eine Mutantin. Mehr als das: Sie wurde mit Logans DNS in vitro gezeugt. Verantwortlich hierfür ist Dr. Zander Rice von der mächtigen Firma Alkali-Transigen. Rice und sein brutaler Scherge Donald Pierce gehen über Leichen, um Laura in ihre Gewalt zu bringen…

05.06.2018

Philip K. Dick und Ray Nelson: Die Invasoren von Ganymed

Bastei Lübbe, 1985

166 Seiten

 

Im Jahre 2047 kontrollieren Invasoren vom Ganymed die ganze Welt. Die Zentralregierung der Menschheit wurde zerschlagen. Alle Länder der Erde wurden in Lehen für hochrangige Ganymedaner und menschliche Günstlinge aufgeteilt. Nur die so genannten Neeg-Parts (Schwarze und amerikanische Ureinwohner) in Tennessee sind noch frei. Unter der Führung eines charismatischen Fanatikers namens Percy X haben sie sich in den Bergen verschanzt und leisten hartnäckig Widerstand. Trotz aller Anstrengungen ist es Marschall Koli, dem ganymedanischen Militäradministrator von Tennessee, noch nicht gelungen, die Widerständler auszuschalten. Koli träumt vergeblich davon, den Partisanenführer gefangen zu nehmen, ihm die Haut abzuziehen und diese zu einem schönen Wandbehang zu verarbeiten. Er schickt Percys Ex-Freundin Joan Hiashi nach Tennessee, damit sie unter dem Vorwand einer Recherche für ihre Musikfernsehsendung Kontakt mit den Neeg-Parts aufnimmt. Ein in ihren BH implantierter Peilsender soll es den Ganymedanern ermöglichen, die lästigen Rebellen aufzuspüren.

 

Mekkis, ein Mitglied des Großen Rates der Ganymedaner, hat andere Pläne mit Percy. Mekkis gehört der konservativen Fraktion an und hat gegen die Eroberung der Erde gestimmt. Zur Strafe wurde ihm Tennessee als Lehen zugeteilt. Um diese Demütigung in einen Erfolg umzuwandeln, beabsichtigt Mekkis, Percy die Herrschaft über einen Teil des Landes anzubieten und ihn somit zu korrumpieren. Das kann der Weltverband der Psychiater und Psychoanalytiker nicht zulassen. Diese Organisation arbeitet insgeheim hinter den Kulissen gegen die Ganymedaner. Man hat erkannt, dass Percy als Symbol für den Widerstand die letzte Hoffnung der Menschheit verkörpert. Sollte er unterliegen, würde es zu einer massiven Zunahme der Schizophrenieerkrankungen kommen – ein nicht mehr zu kontrollierender globaler Massenwahnsinn wäre die Folge. Dr. Paul Rivers erhält den Auftrag, Percy entweder vor den Nachstellungen der Ganymedaner zu schützen oder ihn zu töten, um ihn zum Märtyrer zu machen.

 

Währenddessen sucht Gus Swenesgard, einer der lokalen Feudalbarone, nach einem Geheimbunker, in dem angeblich Frauen für den Fall in Sicherheit gebracht wurden, dass die Menschheit in Abbilder der wurmartigen Invasoren umgezüchtet werden sollte. Der Bunker existiert wirklich, aber darin warten keine schönen Jungfrauen auf ihre Befreiung. Stattdessen werden dort Superwaffen gelagert, die vor Beginn der Invasion von Rudolph Balkani, dem genialen Leiter des Büros für psychedelische Forschungen, erschaffen worden sind. Diese Waffen fallen den Neeg-Parts in die Hände. Sollten sie eingesetzt werden, dann wären nicht nur die Ganymedaner von der Wirkung betroffen, sondern alle Bewohner der Erde…

 

Dieser Roman ist zusammen mit »Und die Erde steht still«, »Die seltsame Welt des Mr. Jones«, und »Die rebellischen Roboter« (auch bekannt als »Die Lincoln-Maschine«) im Sammelband »Die Welten des Philip K. Dick« erschienen, welcher außerdem ein Vorwort sowie ein kurzes Essay über Dicks Leben und Werk von Uwe Anton enthält.

 

»Die Invasoren von Ganymed«, erstmals erschienen im Jahre 1967, war der englischsprachigen Wikipedia zufolge ursprünglich als Fortsetzung von »Das Orakel vom Berge« (1962) gedacht, in der die Ganymedaner gar nicht vorgekommen wären. Zum Glück wurde das Buch nicht in dieser Form veröffentlicht, denn es wird dem genannten Meisterwerk in keiner Weise gerecht. »Die Invasoren von Ganymed« enthält zweifellos einige für den Autor typische Elemente bis hin zu surrealen Kapiteln, in denen sich die Realitätswahrnehmung der Protagonisten infolge des Einsatzes der Balkani-Superwaffe grotesk verändert. Ein Präkog, der eine schreckliche Zukunft vorhersagt, ist ebenso vorhanden wie Telepathen und Roboter, die nicht von echten Menschen zu unterscheiden sind, sowie die unvermeidliche zierliche dunkelhaarige Frau, der nicht zu trauen ist. Gibt es überhaupt einen Roman von P.K. Dick, in dem keine solche Figur vorkommt?

 

Und natürlich hat Dick keine handelsübliche Invasionsgeschichte abgeliefert. Das geht schon mit den Invasoren los. Die Ganymedaner waren vermutlich vor langer Zeit humanoide Wesen, haben jetzt aber eine derart hohe Entwicklungsstufe erreicht, dass sie keine Gliedmaßen mehr brauchen. Zuchtsklaven aus verschiedenen Völkern, die Creechs, ersetzen ihnen Arme und Beine. Wenn doch mal ein Schalter betätigt werden muss, dann erledigt man das als Ganymedaner mit der Zunge. Die Invasoren werden letztendlich nicht von tapferen Widerstandskämpfern vertrieben, sondern vom Weltverband der Psychiater und Psychoanalytiker! Und dann gibt es da noch Rudolph Balkani, der das Bewusstsein der o.g. Frau durch sensorische Deprivation manipuliert und sich an ihr vergehen will, dann aber auf ein von ihm selbst konstruiertes Roboter-Simulacrum hereinfällt. Abgedrehte Ideen sind also durchaus vorhanden, aber irgendwie haben sich all diese Einzelteile für mich nicht zu einem überzeugenden Ganzen zusammengesetzt – und das, obwohl die Story für Dicks Verhältnisse völlig geradlinig verläuft.

 

31.05.2018

Terry Pratchett: MacBest

Heyne, 1997

286 Seiten

 

Eine der wichtigsten Regeln für die Hexen der Scheibenwelt lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Nichteinmischung! Würden die Hexen einmal Magie einsetzen, um die Geschicke der Scheibenwelt zum Besseren hin zu beeinflussen – bei den Machenschaften der diversen machtgierigen und/oder nicht ganz zurechnungsfähigen Herrscher hätten sie allen Grund dazu – dann müssten sie dies immer tun, was nur zu noch mehr Verwirrung führen würde. Die Menschen, so haben Oma Wetterwachs und ihre Kolleginnen beschlossen, sollen ihre Probleme selbst lösen und die Hexen gefälligst in Ruhe lassen.

 

Doch es kann die netteste Hexe nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Verence I., Herrscher des inmitten der Spitzhornberge gelegenen Königreichs Lancre, in dem zufällig die Hexe Esmeralda (»Oma«) Wetterwachs zu Hause ist, wird von seinem Cousin, Herzog Leonal Felmet, ermordet. Ein treuer Diener des Königs flieht mit dessen neugeborenem Sohn aus dem Schloss, wobei er die Königskrone mitnimmt. Schergen des Herzogs verfolgen ihn. Da die Hexen allseits ebenso geschätzt wie gefürchtet sind, hält der Diener es für eine gute Idee, den Thronfolger zu Oma Wetterwachs zu bringen, die gerade zusammen mit Gytha (»Nanny«) Ogg und Magrat Knoblauch Hexensabbat bei Tee und Plätzchen feiert. Von einem Armbrustbolzen getroffen drückt der Sterbende der Hexe das Kleinkind und die Krone in die Hände. Nachdem Oma Wetterwachs die Schergen in die Flucht geschlagen hat, beratschlagen die Hexen, was mit dem Neugeborenen geschehen soll. Um sich nicht noch mehr in die Angelegenheiten der Mächtigen einzumischen, als es schon geschehen ist, übergeben sie den Kleinen (der von ihnen den Namen Tomjon erhält) einer durch die Lande ziehenden Schauspielertruppe. Die Krone wird in einer Requisitenkiste versteckt.

 

Schon bald stellt sich heraus, dass es damit nicht getan ist. Lord Felmet sitzt auf dem Thron, doch er ist ein sehr schlechter Herrscher, der obendrein von Gewissensbissen geplagt immer tiefer in den Wahnsinn abgleitet. Er quält das Volk mit Steuererhöhungen und willkürlicher Gewalt. Schwerer wiegt jedoch, dass Lord Felmet Lancre zutiefst verabscheut. Diesen Hass erträgt das Land nach einigen Monaten nicht mehr. Die drei Hexen spüren, dass eine gewaltige Macht erwacht ist. Eine Katastrophe kann nur abgewendet werden, wenn der rechtmäßige König den Usurpator unschädlich macht. Oma Wetterwachs ringt sich dazu durch, das Gebot der Nichteinmischung zu missachten, was ihr leichtfällt, weil der Herzog einen eklatanten Mangel an Respekt vor den Hexen an den Tag legt. Währenddessen setzen Lord Felmet und seine ehrgeizige Gattin alles daran, die Hexen in Misskredit zu bringen. In ihnen haben sie ihre Hauptwidersacherinnen erkannt und sie schrecken nicht einmal davor zurück, Nanny Ogg einzukerkern – ein unerhörter Vorgang, der allerdings anders ausgeht, als Lord und Lady Felmet es sich vorgestellt haben…

 

»MacBest«, der sechste Scheibenweltroman, ist keine Fortsetzung der ersten fünf Bände. Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Auf die bisherigen Geschehnisse wird nicht Bezug genommen und bekannte Figuren wie zum Beispiel der Zauberer Rincewind kommen nicht vor. Oma Wetterwachs hat ihren ersten Auftritt zwar in Band 3, aber den muss man nicht kennen, um Band 6 genießen zu können, denn die Figurenzeichnung ist hier mindestens ebenso gut gelungen wie dort. Die gar nicht so böse, nichtsdestotrotz äußerst ehrfurchtgebietende Hexe gehört meiner bescheidenen Meinung nach neben der Personifizierung des Todes zu den besten von Terry Pratchett erschaffenen Figuren. Sie braucht feindliche Schergen nur intensiv anzustarren, um in ihnen Kindheitserinnerungen an dominante Frauenfiguren wachzurufen, bis sie zu stottern beginnen. Reine »Pschikologie«! Da muss Oma Wetterwachs ihre durchaus vorhandenen magischen Fähigkeiten gar nicht bemühen.

 

Die entsprechenden Szenen sind schon köstlich genug, aber im Zusammenspiel mit den beiden anderen Hexen sorgt Oma Wetterwachs für derart zwerchfellerschütternde Momente, dass ich bei der Lektüre oft lachen musste – das will was heißen, denn ich lese hauptsächlich in Zügen der Deutschen Bahn und vermeide Gelächter lieber, um nicht schief angeschaut zu werden. Die sinnenfrohe (um es vorsichtig auszudrücken) Nanny Ogg und Oma Wetterwachs, die niemand als verdrießliche alte Jungfer bezeichnen sollte, der nicht den Rest seines Lebens als Frosch verbringen möchte, könnten kaum gegensätzlicher sein. Dementsprechend heftig krachen sie immer wieder aneinander. Die Nachwuchshexe Magrat Knoblauch wiederum ist romantisch veranlagt, mag kleine Pelztiere und hat recht naive Vorstellungen vom Hexendasein, was ihren erfahrenen Kolleginnen immer wieder Gelegenheit gibt, sich vielsagende Blicke zuzuwerfen oder sich über die junge Hexe lustig zu machen. Eine Witzfigur ist Magrat aber keineswegs! Sie trägt sogar entscheidend zur Auflösung des ganzen Wirrwarrs bei. Und es gibt noch eine ganze Reihe anderer wunderbarer Figuren in mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen, so dass für abwechslungsreiche und kurzweilige Unterhaltung bestens gesorgt ist.

 

Tod hat lediglich ein kurzes Gastspiel (im wahrsten Sinn des Wortes). Er will herausfinden, was es mit dem Theater auf sich hat. Seiner Meinung nach gelingt den Menschen damit etwas, das eigentlich den Göttern vorbehalten sein sollte. Die Theaterschaffenden manipulieren die Realität beziehungsweise die Geschichte - oder zumindest die Art und Weise, wie die Zuschauer beides wahrnehmen, was auf dasselbe hinausläuft. Tod mischt daher bei einer Theatervorstellung mit. Prompt bekommt er Lampenfieber und vergisst seinen Text! Überhaupt kann man das Thema »Theater« als Kern der Story bezeichnen. Einerseits handelt es sich natürlich um eine humorvolle Variation von William Shakespeares Drama »Macbeth«, andererseits werden unzählige Anspielungen eingeflochten; weitere Werke Shakespeares (vor allem »Hamlet«) sind ebenso vertreten wie Dick und Doof, Charlie Chaplin und so weiter. Ganz nebenbei mogelt Pratchett auf diese Weise den einen oder anderen Seitenhieb auf die reale Welt mit hinein, etwa auf unsere Neigung, dem schönen Schein mehr zu vertrauen als der schnöden Realität. Der Roman ist sogar richtig aktuell, denn Lord Felmet versucht das Theater zur Verdrehung der Tatsachen zu missbrauchen. Fake News in der Scheibenwelt!

 

28.05.2018

Machete Kills (Blu-ray)

 

In seinem zweiten bluttriefenden, politisch höchst unkorrekten und deshalb sehr spaßigen Abenteuer wird Machete vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika höchstpersönlich mit der Eliminierung eines Revolutionsführers namens Marcos Mendez beauftragt. Mendez droht mit der Auslöschung der Stadt Washington D.C. durch eine Atomrakete, falls die US-Regierung weiterhin nichts gegen die brutalen Kartelle sowie die korrupte mexikanische Regierung unternimmt. Dummerweise hat Mendez die Zündvorrichtung der Rakete mit seinem eigenen Herzen verbunden, so dass Machete den Mann nicht einfach töten kann. Zudem ist Mendez nur eine Marionette, deren Fäden von Luther Voz gezogen werden, einem ebenso größenwahnsinnigen wie genialen Waffenhersteller, der einen globalen Krieg herbeiführen will, um die Welt anschließend nach seinen Wünschen neu aufzubauen…

27.05.2018

Manche Leute kriegen einfach nichts mit

 

Wer kennt sie nicht, diese Zeitgenossen, die ganz in ihrem eigenen, auf sich selbst beschränkten Mini-Universum zu leben scheinen, alles um sich herum gar nicht zur Kenntnis nehmen oder bewusst ignorieren und ganz gewaltig nerven.

 

Zum Beispiel solche, die ohne ersichtlichen Grund mit Tempo 80 auf der mittleren Spur einer dreispurigen Autobahn entlangkriechen – gern auch mit dauerhaft gesetztem Blinker links, den sie selbst dann offensichtlich nicht bemerken, wenn sie schließlich doch auf die rechte Spur rüberziehen.

 

Oder Leute, die am Ende einer Rolltreppe wie angewurzelt stehenbleiben, um in der Gegend herumzugucken, so dass sich hinter ihnen alles staut und übereinanderpurzelt.

 

Weit verbreitet sind auch diejenigen, die in einem gut besetzten öffentlichen Verkehrsmittel mehrere Plätze um sich herum mit Gepäck, Kleidungsstücken oder Gliedmaßen blockieren.

 

Einem besonders netten Exemplar des dritten Typus bin ich neulich in der S-Bahn begegnet. Es war die von Frankfurt Flughafen nach Mainz fahrende S8, und zwar zur Rush-Hour. Wer die Strecke kennt, der weiß, was das bedeutet. Ausnahmsweise war ich mal ganz vorn mit dabei, als alle hineinströmten. Ich steuerte einen frei aussehenden Bereich an. Dort saß eine Dame, die ihren Koffer neben sich auf dem Boden stehen hatte. Auf dem Platz neben ihr lagen ihre Jacke und eine Handtasche. Auf dem Platz ihr gegenüber hatte sie die Füße abgelegt. In den Ohren steckten In-Ear-Kopfhörer. Ich schaute die Dame auffordernd und freundlich lächelnd an. Sie bemerkte das irgendwann und schaute zurück. Sonst tat sich nichts. Hinter mir begannen die Menschenmassen mit den Hufen zu scharren. Ich zeigte auf die Füße der Dame. Wieder tat sich zunächst einmal nichts. Hinter mir wurden Unmutsbekundungen laut. Da nahm die Dame die Kopfhörer heraus und sagte »Hä?«

 

Normalerweise wäre das der Moment gewesen, in dem ich gesagt hätte, dass sie endlich ihre verdammten Quadratlatschen lüpfen und das ganze Zeug vom anderen Sitz entfernen soll, damit sich da vielleicht jemand hinsetzen kann. Aber ich war in relativ ausgeglichener Stimmung, so dass ich lediglich noch einmal auf die Füße deutete und in ganz normalem Tonfall fragte: »Müssen die da liegen?«

 

Wow, wurde ich da angegiftet! Ob ich nicht auch freundlich fragen könne! Mit der Reaktion hatte ich nicht gerechnet, deshalb fiel mir keine geistreiche Replik ein. Immerhin kam jetzt Bewegung in die Füße, so dass ich mich setzen konnte. Bedankt habe ich mich nicht.

 

Wie gesagt: Manche Leute kriegen einfach überhaupt nichts mit!

 

23.05.2018

300 – Rise of an Empire (Blu-ray)

 

Wenn man sich diesen Film anschaut, sollte man sich bewusstmachen, dass es sich um keinen Historienfilm handelt, also nicht um die korrekte Darstellung geschichtlicher Ereignisse (hier: die Seeschlachten von Artemision und Salamis im Jahre 480 v.Chr.), sondern um die stark stilisierte, sehr blutige Verfilmung einer Graphic Novel, welche sich an diese Ereignisse anlehnt. Thema ist der Kampf der Griechen, angeführt von Themistokles, gegen die Invasionsarmee des Perserkönigs Xerxes oder vielmehr dessen Seestreitkräfte unter dem Kommando einer Kriegerin namens Artemisia. Beide Heerführer schenken sich nichts, und so beißen im Verlauf des Films Dutzende, wenn nicht Hunderte Griechen und Perser auf höchst spektakuläre Weise ins Gras bzw. in die Wellen der Ägäis…

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