

Alienware Aurora ALX

Nach gut vier Jahren musste mal wieder ein neuer PC ins Haus. Da es letztes Mal mit Dell so gut geklappt hat, habe ich mir dort auch diesmal wieder ein nettes System zusammengestellt, das mit dem gewohnt guten Service von UPS geliefert wurde: Mit einer Referenznummer, die man bei der Bestellung erhält, kann man jederzeit sehen, wo das Paket gerade ist und wann die Auslieferung erfolgen wird. Letztes Mal wurde ich am Vortag sogar noch angerufen, diesmal wurde ich per Mail benachrichtigt.
In dem spacigen Gehäuse, bei dem man verschiedenfarbiges und auf Wunsch pulsierendes Licht einstellen kann, stecken ein Intel Core i7-Prozessor mit 3,2 GHz, 12 GB Arbeitsspeicher (6 x 2 GB Tri Channel Memory 1333 MHz), eine ATI Radeon HD 5870-Grafikkarte mit 1 GB Speicher, eine 1,2 Terabyte-Festplatte, eine SoundBlaster Xfi Titanium-Soundkarte, ein Blu-Ray-Brenner und ein DVD-Brenner. Lustig: Auf dem Rücken des Gehäuses befinden sich Kühlrippen, die sich aufstellen, wenn der Lüfter so richtig losbläst. Dann sieht der Rechner wirklich fast aus wie ein Alien, dem sich die »Haare« sträuben.
Ganz neu für mich: Das fertig vorinstallierte Betriebssystem Windows 7. Daran muss ich mich erst mal gewöhnen. Angeblich soll man ja alles leichter finden und bedienen können, aber so ganz überzeugt mich das neue Design noch nicht. Da dies außerdem mein erster Rechner ist, dessen Grafikkarte nicht von Nvidia kommt, bin ich noch ein bisschen misstrauisch. Ich habe mich für die Karte von ATI entschieden, da es derzeit keine DirectX-11-Grafikkarten von Nvidia gibt. Ob die Entscheidung für ein neues Betriebssystem und für einen anderen Grafikkartenhersteller gut war? Mal sehen… jedenfalls läuft mein erstes auf diesem Rechner installiertes Spiel (Risen) bis jetzt problemlos.
J. Kreis, 01.12.2009
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Die Playstation 3
Nach 4 Jahren hat mein Konsolen-Fuhrpark endlich wieder Zuwachs bekommen, und zwar in Form von Sonys neuem Vorzeigemodell, der Playstation 3. Eine ausführliche Review zu dieser Konsole dürft ihr von mir nicht erwarten, denn einerseits habe ich sie noch nicht so lange, andererseits bietet das Ding viele Funktionen, die ich gar nicht nutze. Zunächst einmal will ich nur stolz vermelden, dass ich sie besitze.
Einen Vergleich mit anderen Next-Generation-Konsolen erspare ich euch, denn ich besitze keines der Konkurrenzprodukte und bin auch der Meinung, dass alle aktuellen Konsolen jeweils ganz andere Zielgruppen ansprechen, so dass man nicht sagen kann, die eine sei besser oder schlechter als die andere. Die PS3 ist für Leute gedacht, die nicht nur spielen, sondern auch die ganzen Multimedia-Fähigkeiten der Konsole nutzen wollen. Anders gesagt: Wer »nur« spielen will und nicht unbedingt heiß auf eines der PS3-exclusiven Spiele ist, der sollte die Kaufentscheidung angesichts des hohen Preises (599,- EUR, Stand: 03.04.2007) noch einmal überdenken. Außerdem sollte man sich klarmachen, dass man die wahre Grafikpracht nur mit einem modernen HD-Fernseher (bzw. einem entsprechenden PC-Monitor) genießen kann. Natürlich kann man die Konsole auch an einen normalen Röhrenfernseher anschließen - wofür man beispielsweise auch das RGB-Kabel der PS2 verwenden kann - aber dann wird man sich möglicherweise wundern, dass die Grafik gar nicht so revolutionär besser aussieht.
Auch zu den technischen Daten kann ich euch nicht viel sagen. Dass ein so genannter Cell-Prozessor mit 3,2 GHz, 256 MB Arbeitsspeicher, ein Grafikprozessor von Nvidia, ein Blu-ray-Disc-Laufwerk und eine 60 GB-Festplatte drinstecken, habe ich natürlich mitbekommen. Sehr praktisch außerdem: Es sind 4 USB-Anschlüsse sowie ein Kartenleser für SD- und CF-Speicherkarten vorhanden. Alle Geräte, die ich per USB oder über den Kartenleser angeschlossen habe, wurden sofort anstandslos erkannt. So kann man die PS3 auch als Plattform für Digitalfotos und -filme verwenden. Weniger schön: Es gibt keine Steckplätze für PS2- und Playstation-Memorycards. Dafür braucht man einen Adapter, der gesondert gekauft werden muss. Die technischen Daten klingen also durchaus beeindruckend, aber sie allein sagen nicht viel aus. Entscheidend ist, welche Spiele für eine Konsole zu haben sind, und da muss man leider sagen, dass die Auswahl zwei Wochen nach dem Erstverkaufstag noch nicht ganz so prickelnd ist. Es gibt nur wenige Titel (wie Motorstorm oder Resistance - Fall of Man), die wirklich zeigen, was die PS3 leisten kann. Die nächsten Monate müssen zeigen, ob es ausreichend Nachschub an qualitativ hochwertigen Spielen geben wird.
Die PS3 ist locker doppelt so groß wie die Playstation 2, verbraucht nach allem, was man so liest, eine ganze Menge Strom, und bläst viel heiße Luft ins Wohnzimmer. Der kabellose Controller sieht fast genauso aus wie sein Vorgänger. Er hat leider keine Rumble-Funktion, dafür aber eine bewegungssensitive Steuerung. Ähnlich wie bei Nintendos Wii-Konsole kann man - sofern ein Spiel diese Funktion unterstützt - zum Beispiel ein Flugzeug steuern, indem man den Controller kippt oder dreht. Die PS3 ist abwärtskompatibel - aber nicht für alle Spiele der beiden älteren Konsolen. Künftige Updates der installierten Software werden diesen Mangel vielleicht beheben, bis dahin gilt für mich jedoch, dass ich die PS2 noch behalten werde, denn Gran Turismo 4 läuft zum Beispiel nicht auf der PS3. Wenn die Werbung behauptet, man könne seine gesamte Spiele-Sammlung auch mit der PS3 nutzen, dann ist das glatt gelogen.
Theoretisch kann man mit der PS3 auch ins Internet, Sony bietet da so einige Online-Dienste an. Allerdings braucht man dafür einen Breitbandanschluss, und den habe ich nicht. Man kann auf der PS3 ein zweites Betriebssystem installieren, z.B. Linux, und die Konsole damit zu einem vollwertigen kleinen PC ausbauen. Sony will die PS3 also offenbar zur Multimedia-Zentrale eures Wohnzimmers machen. Die Frage ist nur, ob man all diese Funktionen überhaupt braucht, oder ob man a) nicht eher von der Vielfalt der Möglichkeiten, der Anschlussoptionen usw. überfordert ist bzw. b) auf all das auch verzichten könnte, weil man sowieso schon einen PC besitzt. Warum habe ich die PS3 also gekauft, wenn ich die meisten ihrer Funktionen gar nicht nutze? Nun, weil sie die Nachfolgerin der PS2 ist, und weil ich hoffe, dass sie an die Erfolgsgeschichte der PS2 anknüpfen kann. Außerdem freue ich mich jetzt schon auf einige Titel, die PS3-exklusiv sein werden, zum Beispiel Gran Turismo 5. Zu guter Letzt finde ich es nett, dass man mit der PS3 auch Blu-ray-Discs anschauen kann, denn derzeit sind Standalone-Player für dieses Format noch deutlich teurer als die PS3.
J. Kreis, 03.04.2007
Update vom 02.12.2009: In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich so einiges getan: Durch regelmäßige Firmware-Updates sind diverse neue Funktionen hinzugekommen (z.B. wurde die Abwärtskompatibilität laufend ausgebaut, so dass auch Gran Turismo 4 auf der PS3 läuft), die Online-Features wurden massiv erweitert und inzwischen gibt es auch sehr viele erstklassige Spiele für diese Konsole. Auch gibt es die PS3 in einer flacheren, preisgünstigeren Version (derzeit so um die 300,- Euro), die mit einer 120-GB-Festplatte aufwartet, aber leider keinen Kartenleser mehr hat. Angeblich sollen Stromverbrauch und Lüftergeräusche drastisch reduziert worden sein. So ist es kein Wunder, dass die Konsole sich inzwischen ziemlich gut verkauft.
Tja, ich habe noch das alte Modell, aber eine größere Festplatte brauche ich nicht, da ich die Online-Features nicht nutze. Erst durch den Erwerb eines HD-Fernsehers in diesem Jahr wurden mir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet: Erst jetzt kann ich die ganze Grafikpracht der Spiele genießen. Und erst jetzt bin ich auch dazu übergegangen, die PS3 als BluRay-Player zu nutzen. Was soll ich sagen? Ich will gar keine DVDs mehr - die Unterschiede sind enorm.
Somit kann ich heute sagen: Die Anschaffung hat sich definitiv gelohnt.
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Sony Playstation 2
Technische Daten CPU: 128 Bit Emotion Engine mit 296 MHz Taktfrequenz Hauptspeicher: 32 MB Direct Rambus Grafikspeicher: Typ 2560 Bit Graphics Synthesizer mit 148 Mhz Taktfrequenz und 4 MB Direct Rambus-Videospeicher Sound: Typ SPU2 mit 2 MB Soundspeicher Anschlüsse: 2 Controller, 2 Memory Cards, AV, Optischer Digital-Ausgang, 2 USB-Ports, IEEE 1394 "Firewire", PCMIA (Typ 3) Abmessungen: 301 (B) x 178 (T) x 78 (H) mm bei 2,1 KG Gewicht Die Konsole spielt folgende Datenträger ab: Playstation - CD ROM, Playstation2 - CD/DVD ROM, Audio CD, DVD Video Preis: Durchschnittl. 149,- € (seit August 2004)
Die seinerzeit sehnsüchtig erwartete PS2 hat sich längst durchgesetzt, wofür nicht zuletzt die Abwärtskompatibilität (d.h. die Konsole spielt auch Games der Vorgängerkonsole ab und bis auf die alten Memorycards kann man auch Zubehör der alten Playstation weiterverwenden) und die DVD-Player-Funktion gesorgt haben dürften. Entscheidenstes Kaufargument ist aber die Vielzahl hervorragender Spiele, mit denen wir inzwischen eingedeckt wurden. Das hat diese Konsole den Konkurrenten XBox und Gamecube (GC) voraus. Bei keiner anderen Konsole kann man auf eine derart große Auswahl von Top-Titeln zurückgreifen und monatlich kommen mehrere neue Spiele hinzu. In der Platinum-Edition kommen seit einiger Zeit auch ältere Top-Titel zum halben Preis nochmal auf den Markt. Zwar hinkt die Leistungsfähigkeit der PS2 den neueren Konsolen weit hinterher. Aktuelle PS2-Spiele sind aber i.d.R. wesentlich ausgereifter als XBox- und GC-Spiele der ersten Generation, sodass man im direkten Vergleich kaum gravierende Unterschiede bemerkt.
Das schwarze, recht "erwachsen" wirkende Gehäuse der PS2 kann auch aufrecht z.B. neben das Fernsehgerät gestellt werden, sodass es nicht so viel Platz wegnimmt, der nach vorne herausfahrende CD-Schlitten sorgt gegenüber den früher üblichen Deckelklappen für weitere Platzersparnis. Von allen drei Konsolen hat die PS2 den besten Game-Controller. Liegt hervorragend in der Hand, alle Tasten und Sticks sind sowohl für Kinderhände als auch für große Holzfällerpratzen gut erreichbar. Alle Buttons sind für die Analogsteuerung geeignet, aber in der Praxis wird man sie kaum so verwenden, weil man gar nicht vorsichtig genug draufdrücken kann: Sie sprechen fast sofort an. Die Analogsticks reagieren jedoch sehr gut, die Empfindlichkeit kann ohnehin bei den meisten Spielen frei konfiguriert werden.
Der integrierte DVD-Player ist sehr ordentlich, er hält den Vergleich mit "echten" DVD-Playern der mittleren Preisklasse auf jeden Fall aus. Der Bedienkomfort läßt allerdings zu wünschen übrig, hier kommt man nicht an der Anschaffung einer separat erhältlichen Fernbedienung vorbei.
Für die PS2 sprechen auch die Erweiterungsmöglichkeiten: An die USB-Anschlüsse kann man beispielsweise ganz normales Computerzubehör wie Maus und Tastatur anschließen.
Im Jahr 2003 soll die PS2 onlinefähig werden, wobei mir noch nicht ganz klar ist, was in diesem Zusammenhang genau geboten werden soll: Lediglich die Möglichkeit, im Internet zu zocken oder ein "richtiger" Internetzugang? Sony sollte sich hiervon auch nicht zuviel versprechen. Das Dreamcast-Debakel hat ja gezeigt, daß es nicht gerade viele Konsoleros gibt, die wirklich online spielen wollen, vor allem dann, wenn keine guten Spiele für dieses Feature erscheinen. Und für die echte, vollständige Nutzung des Internet ist so eine Konsole einfach nicht die richtige Plattform.
Mit Sicherheit wird die PS2 auch im Jahre 2003 noch eine gewichtige Rolle spielen, jedenfalls solange, bis bei den anderen Konsolen der Nachschub an konkurrenzfähigen Games so richtig ins Rollen kommt. Natürlich wird die PS2 irgendwann nicht mehr mithalten können, wenn neue Spiele größere Ansprüche an die Hardware stellen. Bis dahin wird aber bestimmt noch etwas Zeit vergehen!
 Microsoft XBox
Technische Daten CPU: Pentium3 mit 799 MHz Taktfrequenz Hauptspeicher: 64 MB, Festplatte mit 10 GB Grafik: 250 Mhz nVidia-Grafikchip Anschlüsse: 4 Controllerports, pro Controller 2 Ports für Memorycards oder anderes Zubehör, AV, Ethernet-Schnittstelle Abmessungen: 320 mm (B), 250 mm (T), 100 mm (H) bei ca. 4 KG Gewicht. Die Konsole spielt folgende Datenträger ab: XBox - DVD ROM, Audio CD, DVD Video (nur mit gesondert erhältlichem Zubehör) Preis: Durchschnittl. 149,- € (seit August 2004)
Microsoft will auch was vom großen Videospielekuchen abhaben! Seit März 2002 gibt es denn nun auch die erste nicht-japanische Spielkonsole auf dem deutschen Markt.
Schon in den ersten Wochen nach dem XBox-Launch schaffte Microsoft wieder das, wofür diese Firma berühmt und berüchtigt ist: Die Kunden zu verärgern! Ein Preischaos sorgte für Verwirrung. In der ersten Zeit waren die Händler daran schuld, die sich mit Preisreduzierungen über- bzw. unterboten, aber angesichts katastrophal schlechter Absatzzahlen zog Microsoft bald nach und senkte den offiziellen Preis drastisch. Kunden, die die Konsole zum ursprünglichen Preis gekauft hatten, bekamen einen zusätzlichen Controller und zwei Spiele geschenkt. Trotz allem blieben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück, und das nicht nur in Europa, sondern vor allem auch am wichtigen japanischen Markt. Nur langsam kam das Geschäft in Schwung.
Dabei ist die klotzige Konsole ja alles andere als schlecht. Vor allem die mächtige CPU, der leistungsfähige Grafikchip und die bereits in der Konsole enthaltene Festplatte, die die Anschaffung teurer Memory Cards entbehrlich macht, überzeugen auf der ganzen Linie. Auch so nette Details wie der Stolperschutz im Controllerkabel lassen sich sehen. Aber was nützt das alles, wenn keine gescheiten Spiele für die neue Konsole kommen? Selbst jetzt, neun Monate nach dem Launch-Termin, gibt es nur einen relativ kleinen Bestand an Spielen, und der Anteil wirklicher Spitzentitel ist dabei noch äußerst gering. Eigentlich können nur solche Titel wie Halo, Splinter Cell, Morrowind und wenige andere wirklich überzeugen. Manche bieten zwar eine spektakuläre Grafik, die schon jetzt zeigt, daß die XBox in dieser Hinsicht der gesamten Konkurrenz weit überlegen ist, spielerisch sind diese Titel aber keineswegs eine Offenbarung. Teilweise handelt es sich auch um bloße PS2-Umsetzungen, die für die XBox kaum oder gar nicht verbessert wurden, aber trotzdem teurer sind!
Ärgerlich auch, daß man eine Fernbedienung als teures Zusatzgerät kaufen muß, wenn man die XBox als DVD-Player nutzen will. Immerhin: Man kann ganze Musik-CDs auf die Festplatte rippen und die Musik dann bei einigen Spielen, die dieses Feature unterstützen, im Hintergrund laufen lassen. Das Joypad ist ein bißchen zu groß geraten. Für Kinder ist es kaum geeignet, selbst Erwachsene dürften den riesigen Klotz auf die Dauer zu unhandlich finden. Störend wirken sich auch die halbrunden Buttons aus. Da kriegt man bei intensivem Zocken echt Schmerzen in den rechten Daumen! Inzwischen wurde hier Abhilfe geschaffen: Es gibt eine kleinere, bessere Controller-Variante als gesondertes Zubehör.
Was die Ende 2002 ins Stadium des Beta-Tests getretene Onlinefähigkeit der XBox angeht ("XBox-Live"), so gilt hier das schon für die PS2 gesagte. Bei der XBox beschränkt sich der Internetzugang bis jetzt auf das Zocken im Netz. Ärgerlich: Wer sich für XBox-Live anmelden möchte, benötigt dafür einen DSL-Anschluß und eine Kreditkarte. Angeblich bespitzelt Microsoft seine Online-Kunden mit einer speziellen Spyware, durch die z.B. erkannt werden kann, ob die Konsole mit einem Modchip umgebaut wurde. Da ich nicht an XBox-Live teilnehme, kann ich zu solchen Gerüchten nichts weiter sagen.
Die XBox hatte zweifellos einen schlechten Start und gute neue Spiele kommen nur spärlich auf den Markt. Aber letzteres war ja bisher noch bei jeder neuen Konsole in der Anfangsphase der Fall. Die Zukunft wird zeigen, ob die großen Versprechungen, die Microsoft macht, gehalten werden können. Jedenfalls ist die XBox mit ihrer mächtigen Hardware die auf Dauer leistungsfähigste Konsole und wird auch bei der Entwicklung im PC-Bereich noch einige Zeit mithalten können.
Da Microsoft eine Firma von ganz anderer Größenordnung ist wie Sony oder erst Nintendo, wird man wohl annehmen können, daß die XBox auf keinen Fall so sang- und klanglos untergehen wird wie z.B. Segas Dreamcast. Microsoft könnte, wenn nötig, einen Verdrängungswettbewerb anzetteln, bei dem anderen Herstellern bald die Luft wegbleiben würde!
 Nintendo Gamecube
Technische Daten CPU: "Power PC Gekko" mit 485 MHz Taktfrequenz Hauptspeicher: 40 MB Grafik: Spezialchip "Flipper" mit 162 Mhz Taktfrequenz Anschlüsse: 4 Controllerports, 4 Slots für Memory Cards, AV, 2 serielle Ports, 1 paralleler Port Abmessungen: 115 x 150 x 160 mm bei 1,4 KG Gewicht. Die Konsole spielt lediglich Gamecube - MiniDVD ab. Preis: Durchschnittl. 99,- € seit 17.10.2003
Nachdem die N64-Konsole doch eher als Flop bezeichnet werden muß, will Nintendo den Videospielemarkt mit dem GC seit Mai 2002 zurückerobern. Erstmals werden beim Cube nicht die gewohnten, Nintendo-typischen Spiele-Cartridges verwendet, sondern spezielle Mini-DVDs mit 8cm Durchmesser. Klar: Durch dieses spezielle Format soll Raubkopierern das schändliche Geschäft erschwert werden. Wegen der kleinen Datenträger fällt der Cube auch so schnucklig klein aus. Störend ist nur die Deckelklappe, man kann ihn also nicht in ein niedriges Regal oder so stellen.
Der GC ist von der Hardware her irgendwo zwischen PS2 und XBox angesiedelt. An welche Zielgruppe er sich richtet, ist mir nicht ganz klar. So weckt das bunte Äußere schon gleich Spielzeug-Assoziationen und auch der für meinen Geschmack etwas zu kleine Controller wurde wohl nicht unbedingt für Erwachsene entworfen. Auch die bisher erschienenen Spiele lassen darauf schließen, daß man hauptsächlich die jüngere Generation ansprechen will: Kunterbunte Knuddelmännchen hüpfen über plakative Schmusewelten und sammeln putzige Sachen ein. Oder so. Immerhin: Was man in den GC-Spielen so sieht, wirkt schon ziemlich prächtig, da kommt die PS2-Grafik teilweise nicht mehr mit. Auf der anderen Seite der Zielgruppenskala stehen Titel wie Resident Evil - ja, ganz richtig: Die bereits für die alte Playstation erschienene Serie kommt auch für den Cube, der erste Teil wurde als Remake komplett neu entwickelt und optisch wunderbar aufgebohrt. Auch sollen neue Resident Evil - Teile erstmal nur noch für den GC kommen. Das ist nun absolut nur was für Leute weit über 18! Genaugenommen gibt es die neue Nintendo-Konsole aber noch nicht lange genug, man kann einfach noch nicht sagen, in welche Richtung sie sich letztlich entwickeln wird. Ihr jetzt schon ein reines "Kinderspielzeug"-Image anzudichten, wäre sicher falsch.
Aber wird sie sich überhaupt durchsetzen? Gute Frage! Nintendo ist, verglichen mit Sony und Microsoft, eher ein Zwerg und kann sich - vielleicht - keinen langwierigen Wettbewerbskampf erlauben. Da der Markt inzwischen schon durch die Produkte aus den anderen Häusern recht gesättigt ist, haben Neulinge wie der Cube keinen leichten Stand. Aber Big N ist auch am längsten von den dreien im Videospielegeschäft, kann also wohl auf die besten Erfahrungswerte zurückgreifen. Auch gibt es einige Kultspiele, die für andere Plattformen niemals rauskommen werden, man denke nur an Mario, Zelda und Metroid. Außerdem: Sollte Nintendo mal Geld brauchen, muß nur die x-te Pokemon-Edition exclusiv für den GC herausgebracht werden und schon hätte man sich saniert!
Für den Cube spricht natürlich der wirklich günstige Preis. Schade ist nur, daß man damit keine DVD-Filme und keine Musik-CDs abspielen kann. Der GC ist halt eine reine Spielkonsole ohne jegliche Zusatzausstattung - nur eine eventuelle Onlinefähigkeit hat man sich offengehalten, aber zu diesem Thema hört man momentan nichts Neues mehr.
Sega Dreamcast
Technische Daten CPU: SH-4 RISC mit 128-bit Grafik-Engine und 200 MHz Taktfrequenz Hauptspeicher: 16 MB Betriebssystem: Windows CE Abmessungen: 190 mm (B) x 195 mm (T) x 78 mm (H) bei ca. 2 kg Gewicht Anschlüsse: 4 Controller (pro Controller 2 Slots für VMU oder anderes Zubehör), AV, Modem Die Konsole spielt Dreamcast - CD ROM und Audio CD ab Preis ???? (Wird nicht mehr hergestellt)
Wieder mal das frühe Aus für eine Konsole, die ein längeres Leben verdient hätte. Das letzte neue Spiel kam irgendwann Anfang 2002, das Sega-eigene Portal für den Internetzugang wurde im März 2002 gecancelt. Das DC kam einfach nicht gut genug bei den Kunden an - vielleicht lag es an der völlig verfehlten Marketingstrategie. Werbespots sagten praktisch nichts über das Produkt aus, die meisten großen Versprechungen, die Sega bezüglich der Onlinefähigkeit machte, wurden nicht bzw. nur zum Teil und nur äußerst schleppend in die Tat umgesetzt.
An der Qualität der Konsole oder der Spiele hat es meiner Meinung nach nicht gelegen. Das DC war keine schlechte Plattform und es gab/gibt eine ganze Reihe von sehr guten Spielen. Ich denke da an die tollen Grafiken von Soul Calibur, die neuen Gameplay-Ideen von Shenmue und den Klassiker Resident Evil Code Veronica, um nur wenige von vielen zu nennen! Was ich da gesehen habe, war nicht schlechter als so manches, was es für die jetzt aktuellen Konsolen gibt. Manche Spiele, z.B. Virtua Tennis, wurden bis jetzt auch noch nicht übertroffen...
Der viel gepriesene Internetzugang war natürlich immer sehr stark eingeschränkt, das Modem war eher langsam. Man konnte nur ein bißchen im Internet surfen (wobei viele Websites nicht oder nicht richtig dargestellt werden konnten) und Mails versenden/empfangen. Man konnte praktisch nichts herunterladen und mußte sich zwangsläufig eine teure spezielle DC-Tastatur zulegen, wenn man beim Schreiben von Mails nicht am "virtuellen Keyboard", das via Joypad zu steuern war, verzweifeln wollte. Onlinespiele gab es einige, aber auch hier wollte nie so recht der Funke überspringen. Quake III Arena war auf maximal vier Spieler beschränkt, ebenso Starlancer. Und Phantasy Star Online kam einfach zu spät.
Jetzt wird das Gerät nicht mehr hergestellt und es werden auch keine neuen Spiele mehr produziert. Internetfähig ist die Konsole immer noch, man muß sich bei einem der üblichen Provider anmelden.
Wer keinen großen Wert auf Aktualität legt, kann sich das DC - falls es denn irgendwo noch zu haben sein sollte - aber auf jeden Fall zulegen. Das Teil sollte inzwischen auch sehr günstig zu kriegen sein. Spiele gibt es ja wie gesagt genug, und die werden z.T. für 9,- € oder so verramscht. Bis man die alle durch hat, ist man geraume Zeit beschäftigt!
Sony PSOne (Playstation)
Technische Daten CPU: 32 Bit RISC R3000 mit 34 MHz Taktfrequenz Abmessungen: 193 mm (B) x 144 mm (T) x 38 mm (H) bei 580 g Gewicht Anschlüsse: 2 Controller, 2 Memorycards, AV, LCD-Monitor Die Konsole spielt Playstation-CD ROM und Audio CD ab Preis: Ca. 120,- €
Die Playstation von Sony hat seinerzeit das Videospiel-Genre erst richtig salonfähig gemacht und von dem "Spielzeug"-Image weggeführt, das vor ihrer Veröffentlichung gang und gäbe war. Mit der Playstation wurde der Spiele-Boom im Konsolenbereich erst so richtig ausgelöst - und daß der Siegeszug dieser Konsole noch immer anhält, belegt die Tatsache, daß sie als einzige Konsole ihrer Generation noch immer im Handel ist und sich eine Zeitlang sogar besser verkauft hat als die XBox! Allerdings wurde die Kiste einer Schrumpfkur unterzogen. Einige der Anschlüsse, die die PS früher hatte, gibt es bei der PSOne (so heißt die neue Mini-Ausgabe) nicht mehr. Dafür kann man zum Ausgleich einen LCD-Monitor an die PSOne anschließen und so auch unterwegs zocken...
Immer noch kommen regelmäßig neue PSOne-Spiele auf den Markt. Natürlich kann man die nicht mit den Titeln vergleichen, die es für die Konsolen der nächsten Generation gibt, aber schlecht sind sie natürlich auch nicht. Innovationen oder weitere Quantensprünge in der Qualität der Spielgrafik darf man wohl nicht mehr erwarten - inzwischen ist die Leistungsfähigkeit der PSOne restlos ausgereizt.
Vor allem der Preis dürfte auch heutzutage noch ein Kaufargument sein, zumindest für Leute, die einen relativ preiswerten Einstieg in die wunderbare Welt der Spiele suchen. Auch für die PSOne gibt es nämlich eine inzwischen sehr große Anzahl einstiger Top-Seller-Spiele, die in der Platinum-Edition zum halben Preis erhältlich sind. Wer sich allerdings schonmal mit den neueren Konsolen beschäftigt hat, dürfte für die i.d.R. eckig-pixelige PSOne-Grafik nur noch ein müdes Lächeln übrig haben...
Super Nintendo Entertainment System
Technische Daten CPU: 16-Bit Prozessoreinheit mit max. 3,58 MHz Taktfrequenz und 128 kb Arbeitsspeicher Abmessungen: 200 mm (B) x 242 mm (T) x 72 mm (H) bei ca. 1,7 kg Gewicht Die Konsole spielt SNES-Cartridges ab. Preis: ???? (nicht mehr im Handel)
Seufz - meine allererste eigene Videospielekonsole. Die stammt noch aus einer Zeit, in der man ungestraft "Telespiele" zu den Games sagen durfte...
Wenn ich an solche Klassiker wie Super Mario World, The Legend of Zelda - A Link to the Past usw. usw. denke, kriege ich feuchte Augen! Natürlich kann man die Spiele absolut nicht mehr mit heutigen Standards vergleichen, aber der Kultfaktor ist immer noch enorm. Pixelige kleine Männchen in 2D-Umgebung und Dudelmusik - ja, liebe Kinder, so haben wir damals gespielt! Wir hatten ja sonst nichts!
Der häßliche graue Brotkasten mit dem eigentlich unhandlichen flachen Gamepad hat auch heute noch einen Ehrenplatz bei mir. Wenn er auch allmählich zustaubt...
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MB Microvision
Technische Daten: Prozessor: TMS 1.100 (auf Modulen), 4 Bit 16 x 16 - Pixel-LCD-Bildschirm (schwarzweiß) Erhältlich ab 1979, heute wohl nur noch auf dem Flohmarkt
Mit dem entnervenden Gepiepse dieses Dings habe ich monatelang meine Umwelt in den Wahnsinn getrieben...
Das System verwendete Module, die als Deckschale auf das Grundgerät gesteckt wurden und auf denen die Spiele gespeichert waren. Auf den Plastikfenstern der Module gab es farbige Overlays, weil sowas auf den Pixelbildschirmen nicht dargestellt werden konnte. An dem Drehknopf zum Steuern hat man sich regelmäßig Sehnenscheidenentzündungen zugezogen. Es gab einige Module, ich hatte nur das oben abgebildete Blockbuster (ein Klassiker) sowie ein primitives Pinball-Spiel.
MB Senso
Von diesem Teil weiß ich nicht mehr viel, außer daß man sich Ton/Lichtfolgen merken und eingeben mußte und daß ich immer schon ganz am Anfang gescheitert bin. Ansonsten gefiel mir der spacige UFO-Look dieses Geräts...
Das Gerät gab es übrigens ab 1978.
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